Udo Lindenberg kam, sah und sang –
… und dann war er's gar nicht!


Schwarzenau. (az) Verdammt echt sah er aus und hörte sich auch so an – Udo Lindenberg-Double Marcus Krey war zu Gast in Schwarzenau.

Wie kam es dazu? Heinz-Hermann ”Heini” Hüster hatte Geburtstag und feierte seinen 60. Freunde von ihm wissen schon seit langem um die musikalische Vorliebe für den Deutsch-Rocker Lindenberg.

Also buchten sie den Lindenberg-Imitator Marcus Krey. Der eilte dann am vergangenen Freitag von der Wupper an die Eder. Zwei Mal war er in der Vergangenheit bereits in Schwarzenau. Jedesmal als Lindenberg, jedesmal bei ”Heini” Hüster. So feierte er mit ihm den 50. Geburtstag und auch die Silberhochzeit. Und diesmal ging's dann in der Schützenhalle abends schwer ab, als der Entertainer Udos große Hits in den Saal schmetterte.

Marcus Krey, der in Wuppertal lebt, fand schon früh zu seinem musikalischen Vorbild. Mit zehn Jahren bekam er Lindenberg-Schallplatten von seinem Onkel geschenkt und damit war's um ihn geschehen. „Mit Udo verbindet mich bereits eine lange Freundschaft”, so Krey zur Wipo. Während seines Ostseeurlaubs in Timmendorf 1984 fand gleichzeitig ein Konzert von Udo Lindenberg statt. Bei den Proben gesellte sich Marcus Krey zum berühmten Panikorchester und fing an die Udo-Songs mitzusingen. Udo Lindenberg musste von dem damaligen Hobby-Imitator sofort überzeugt gewesen sein und warf ihm ein Mikrofon rüber. Das war der Beginn einer langen Partnerschaft.

In den 80er und 90er Jahren übte Krey mit dem Orchester die Konzerte ein, Lindenberg selbst kam dann nur noch zur Generalprobe.

Perfekt muss man den Aufwand nennen, den der Imitator für sein Äußeres betreibt. Vom Scheitel bis zur Sohle sind die Klamotten in den gleichen Häusern erworben, wo sie auch Udo Lindenberg kauft.

Vielleicht taucht er ja in den nächsten Jahren wieder in Schwarzenau auf. Die Gastfreundschaft an der Eder und die Unterkunft auf historischem Gelände im Gästehaus „Schwarzenauer Mühle” neben dem Alexander-Mack-Haus hat dem Sänger sichtlich gefallen.

Quelle: Wittgensteiner Wochenpost vom 22. Juli 2009